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Canva Datenschutz

Was du über Canva und deine Daten wissen solltest — verständlich erklärt, mit konkreten Handlungsschritten.

Gezeichnetes Smartphone mit Herz-Symbol

Was ist das Risiko konkret?

Australischer Anbieter (Sydney), US-Server-Infrastruktur. KI-Designfunktionen können seit 2023 Design-Inhalte für Modellverbesserung verwenden — in Datenschutzeinstellungen prüfen und ggf. deaktivieren.

Rechtsgrundlage (DSGVO)

Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) für Basisdienst; Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse) für Analyse und Produktverbesserung; Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung) für KI-Training. Verantwortlicher: Canva Pty Ltd, 110 Kippax Street, Surry Hills NSW 2010, Australien. Kritisch: Australien hat keinen EU-Angemessenheitsbeschluss nach Art. 45 DSGVO. Rechtsgrundlage für EU-Transfers: SCCs nach Art. 46 DSGVO, aber australisches Datenschutzrecht (Privacy Act 1988) bietet strukturell weniger Schutz als die DSGVO.

Drittländer-Transfer

Drittland ohne Angemessenheitsbeschluss Canva Pty Ltd ist australisches Unternehmen — kein Art. 45 DSGVO-Angemessenheitsbeschluss für Australien. Datentransfer auf Basis von SCCs (Art. 46 DSGVO). Zusätzliche Weitergabe an US-Subprozessoren (Amazon AWS, Google Cloud für Infrastruktur). Magic Design und Magic Write (KI-Features) verarbeiten Nutzerinhalte auf US-Infrastruktur. Kostenlose Nutzer: höheres Risiko der Inhaltsnutzung für KI-Training.

Wer bekommt die Daten?

Canva Pty Ltd (Australien, Verantwortlicher) → AWS und Google Cloud (USA, Infrastruktur-Subprozessoren) → Canva KI-Backend (Magic-Features, Inhaltsanalyse) → Analytik-Drittanbieter → Werbepartner bei kostenloser Nutzung → Behörden in Australien und USA.

Welche Daten werden erhoben?

Designinhalte, Texte und hochgeladene Medien (bei KI-Feature-Nutzung serverseitig verarbeitet und für Modellverbesserung genutzt). Kostenlose vs. kostenpflichtige Nutzung: kostenlose Nutzung mit erhöhtem Risiko der Inhaltsnutzung für KI-Training. Nutzungsverhalten, Feature-Aktivierung, A/B-Test-Daten. Kontoübergreifende Daten via Google/Facebook OAuth. Teamfreigaben und Kollaborationsmetadaten.

Was du konkret tun kannst

  1. KI-Training deaktivieren: canva.com → Konto → Datenschutz & Einstellungen → Daten für KI-Training nutzen → deaktivieren. Magic-Features deaktivieren (Team-Admin): Team-Einstellungen → KI-Produkte → deaktivieren. OAuth-Anmeldung vermeiden: eigenes Canva-Konto ohne Google/Facebook-Login nutzt weniger Quell-Metadaten
  2. Für sensible Inhalte: keine geschäftskritischen, personenbezogenen oder vertraulichen Designs in Canva erstellen
  3. Vollständiger Wechsel: Designs als SVG/PNG exportieren, Inkscape (Open Source) oder Adobe XD lokal nutzen. DSGVO-Auskunftsanfrage: privacy@canva.com.
Gezeichnete Türklinke mit Schloss

Was heißt das für dich?

Die genannten Punkte solltest du im Blick behalten, auch wenn kein akuter Handlungsdruck besteht. Inkscape (Open Source, lokal). GIMP (lokal). Für Präsentationen: LibreOffice Impress.

Was du beim Wechsel verlierst: Die riesige Template-Bibliothek, kollaborative Bearbeitung in Echtzeit und die niedrige Einstiegshürde für Design ohne Vorkenntnisse. Inkscape und GIMP sind mächtig, aber deutlich komplexer zu bedienen.
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