Gesundheit
Was du über Fitbit und deine Daten wissen solltest — verständlich erklärt, mit konkreten Handlungsschritten.
Fitbit seit Jan. 2021 Google-Tochter, schrittweise in Pixel Watch-Ökosystem integriert. Fitbit-App läuft unter Googles Datenschutzerklärung — Gesundheitsdaten fließen in Google-Profil. US-Server, CLOUD Act.
Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) für Fitness-Tracking; Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung) für Gesundheitsdaten. Verantwortlicher seit Google-Übernahme (2021): Google Ireland Limited für EU-Nutzer. Fitbit LLC ist eine vollständige Google-Tochter. Zum 19. Mai 2026 hat Google die Fitbit-App vollständig eingestellt und durch die neue App 'Google Health' ersetzt (verpflichtender Wechsel, kein Opt-out) — bestehende Konten, Daten und Abonnements wurden automatisch migriert. Seit 2023 ist für neue Fitbit-Anmeldungen ohnehin ein Google-Konto zwingend erforderlich, eigenständige Fitbit-Logins wurden abgeschafft.
US-Transfer — Google-Übernahme, jetzt vollständig als Google Health Was früher Fitbit hieß, läuft seit Mai 2026 unter der Marke Google Health und ist tiefer in Googles Infrastruktur integriert als zuvor. Gesundheitsdaten (Schlaf, Herz, Aktivität, Menstruation) fließen vollständig in Google-Infrastruktur. CLOUD Act anwendbar. Gemini-KI-Coach Google Health Coach basiert auf Gemini und verarbeitet Gesundheits- und Aktivitätsdaten für proaktive KI-Empfehlungen — nur für Nutzer mit Fitbit- oder Pixel-Watch-Gerät verfügbar (Google-Konto-Pflicht). EU-Wettbewerbsauflagen auslaufend Die EU-Kommission genehmigte die ursprüngliche Übernahme unter der Auflage, Fitbit-Gesundheitsdaten 10 Jahre nicht für Google-Werbung zu nutzen (bis 2031). Nach 2031 kein vertragliches Hindernis mehr. Datenverlust bei Rebranding Beim Umstieg auf Google Health wurden Social-Features (Badges, offene Gruppen, Direktnachrichten, Sleep Profile, Web-Dashboard) ersatzlos entfernt; zugehörige historische Daten konnten nur bis 15. Juli 2026 exportiert werden, danach dauerhaft gelöscht. Plattformübergreifende Datenaggregation (iOS) Google Health liest auf iOS inzwischen auch Apple-Health-Daten (Apple-Watch-Workouts, iPhone-Schrittzähler, Drittanbieter-Schlafdaten) und führt sie mit dem Google-Konto zusammen. Wichtig aktuell: Die rechtliche Grundlage für solche EU-US-Datentransfers wackelt. Ein US-Gerichtsurteil (Juni 2026) hat der US-Aufsichtsbehörde FTC ihre Unabhängigkeit genommen — genau die Unabhängigkeit, auf der das EU-US-Datenschutzabkommen (Data Privacy Framework) aufgebaut ist. Die EU prüft deshalb gerade, ob das Abkommen noch Bestand haben kann. Es gilt aktuell noch, könnte aber fallen.
Google Ireland Limited (EU-Verantwortlicher) → Google LLC (USA, Infrastruktur) → Google Health / Health Connect (zentraler Plattform-Datenpool, vormals separate Fitbit- und Google-Fit-Systeme) → Gemini-KI-Backend (für Google Health Coach) → Drittanbieter-Apps via Health-API (u. a. Strava, Withings, MyFitnessPal — erneute Verbindungsfreigabe nach dem Rebranding nötig) → Behörden auf Anfrage (US-Recht, CLOUD Act)
Herzfrequenz (kontinuierlich), Schritte und Distanz, Schlafphasen und -qualität, Sauerstoffsättigung (SpO2), Kalorienverbrauch, Stressmanagement-Score, Haut-Elektrische-Aktivität (EDA), GPS-Routen (bei GPS-Modellen), Menstruationszyklus, Körpergewicht, Gerätedaten, bei iOS-Nutzung zusätzlich: über Apple Health importierte Daten (Apple-Watch-Aktivität, Drittanbieter-Gesundheitsapps), KI-Coaching-Verlauf (Gemini-Interaktionen)
Angesichts der genannten Risiken lohnt sich ein genauerer Blick auf deine Einstellungen bei Fitbit. Garmin (eigene Server, nicht Google). Apple Watch + Apple Health (On-Device, E2E mit ADP). Withings (Frankreich, EU-Recht).