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Adobe Lightroom Datenschutz

Was du über Adobe Lightroom und deine Daten wissen solltest — verständlich erklärt, mit konkreten Handlungsschritten.

Gezeichnetes Smartphone mit Herz-Symbol

Was ist das Risiko konkret?

Adobe Inc. (San Francisco, NASDAQ) — Fotos werden in Adobe Cloud gespeichert, US-Recht, CLOUD Act relevant. Adobe hat 2023 AGB-Änderungen eingeführt, die Nutzung von Inhalten für KI-Training einschlossen — nach Protest zurückgezogen, aber Vertrauen beschädigt.

Rechtsgrundlage (DSGVO)

Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) für Creative-Cloud-Funktionen, Art. 6 Abs. 1 lit. f (berechtigtes Interesse) für 'Content Analysis' und Produktverbesserung. EU-Verantwortlicher: Adobe Systems Software Ireland Limited (Dublin). Konzernmutter: Adobe Inc. (San Jose, USA).

Drittländer-Transfer

US-Transfer + KI-Training-Kontroverse Adobe Systems Software Ireland → Adobe Inc. (USA). SCCs nach Art. 46 DSGVO, CLOUD Act anwendbar. Juni 2024: Adobe änderte AGB so, dass Nutzerinhalte für maschinelles Lernen analysiert werden konnten — nach massivem Protest präzisierte Adobe, dass Firefly NICHT mit Kundeninhalten trainiert wird, behält aber den "Content Analysis"-Toggle (default-on, manuell deaktivierbar) für Produktverbesserung bei. Wichtig aktuell: Die rechtliche Grundlage für solche EU-US-Datentransfers wackelt. Ein US-Gerichtsurteil (Juni 2026) hat der US-Aufsichtsbehörde FTC ihre Unabhängigkeit genommen — genau die Unabhängigkeit, auf der das EU-US-Datenschutzabkommen (Data Privacy Framework) aufgebaut ist. Die EU prüft deshalb gerade, ob das Abkommen noch Bestand haben kann. Es gilt aktuell noch, könnte aber fallen.

Wer bekommt die Daten?

Adobe Systems Software Ireland Limited (EU-Sitz) → Adobe Inc. (USA) → AWS (US-Cloud-Infrastruktur für Creative Cloud Sync) → Adobe Sensei und Firefly (KI-Pipelines) → Analytics (Adobe-eigene Tools) → Behörden auf richterliche Anordnung.

Welche Daten werden erhoben?

Bei Lightroom Mobile/Web (Cloud-basiert): vollständige RAW-Dateien und Bearbeitungs-Versionen in Adobe Cloud, EXIF-Metadaten inkl. GPS, Bearbeitungs-History, KI-Prompts (Generative Remove, Generative Fill), Zahlungsdaten, Geräte-ID, IP-Adresse. Bei Lightroom Classic (Desktop): primär lokaler Katalog — Cloud-Upload nur wenn aktiv ausgewählt.

Was du konkret tun kannst

  1. Lightroom Mobile (iOS/Android): App → Profil-Icon → Einstellungen → 'Adobe-Konto und Datenschutz' → in der Browser-Weiterleitung 'Content Analysis' deaktivieren. iOS zusätzlich: Systemeinstellungen → Datenschutz → Tracking → Lightroom-Tracking verweigern. Web (lightroom.adobe.com): account.adobe.com → Datenschutz und persönliche Daten → 'Content Analysis' deaktivieren; 'Desktop-Nutzungsdaten' deaktivieren. Lightroom Classic (Desktop, datenschutzfreundlichste Variante): bei Installation 'Cloud-Sync' nicht aktivieren — Bilder bleiben lokal
  2. Account löschen: account.adobe.com → Konto und Sicherheit → Adobe-Konto löschen (alle Cloud-Bilder werden mitgelöscht — vorher Backup erstellen).
Gezeichnete Türklinke mit Schloss

Was heißt das für dich?

Die genannten Punkte solltest du im Blick behalten, auch wenn kein akuter Handlungsdruck besteht. Darktable (Open Source, lokal, professioneller RAW-Workflow). RawTherapee (Open Source, lokal). Für einfachere Bearbeitung: Pixelmator Pro.

Was du beim Wechsel verlierst: Adobe Sensei KI-Funktionen (Masken, Himmel-Austausch, Rauschreduzierung), Cloud-Sync auf allen Geräten und die Verzahnung mit Photoshop. Darktable deckt den RAW-Workflow vollständig ab, braucht aber Einarbeitungszeit.
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