VPN
Was du über NordVPN und deine Daten wissen solltest — verständlich erklärt, mit konkreten Handlungsschritten.
NordVPN (NordSec, Panama/Litauen) — keine EU-Datenschutzbehörde direkt zuständig. 2018 gab es einen Server-Breach der nicht sofort kommuniziert wurde. Audits vorhanden, aber Konzernstruktur weniger transparent als Mullvad.
Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung), soweit EU-Recht greift. Der operative VPN-Dienst NordVPN wird nach eigenen Angaben über eine Gesellschaft mit Sitz in Panama betrieben — außerhalb der DSGVO-Jurisdiktion für den Kerndienst. Die Konzernmutter Nord Security hat laut eigener Darstellung ihren Hauptsitz in Litauen (operative Präsenz mit über 800 Mitarbeitenden in Vilnius), laut anderen Quellen ist Nord Security in den Niederlanden inkorporiert — die genaue Konzernstruktur ist nicht abschließend und einheitlich öffentlich dokumentiert. Ein früher kolportierter Eigentümerbezug zu Tesonet (litauischer Business-Inkubator) wird von NordVPN bestritten und gilt als nicht belegt.
Operative Jurisdiktion Panama — keine EU-Aufsicht für Kerndienst Der VPN-Dienst NordVPN wird laut eigenen Angaben von einer Gesellschaft mit Sitz in Panama betrieben — außerhalb von DSGVO und Five-/Fourteen-Eyes-Bündnissen. Das ist aus No-Logging-Sicht eher vorteilhaft (keine gesetzliche Vorratsdatenspeicherungspflicht in Panama), bedeutet aber auch: keine direkte DSGVO-Aufsicht über den Kerndienst selbst, nur über die europäischen Konzern- und Vertriebsgesellschaften. Die Konzernmutter Nord Security wird von NordVPN als litauisch beworben, ist laut anderen Quellen jedoch in den Niederlanden inkorporiert — die Struktur ist intransparent. 2018 Server-Breach nicht kommuniziert 2018 wurde ein gemieteter Server in Finnland kompromittiert — NordVPN hat den Vorfall erst 2019 nach Presseanfragen bestätigt. Kein Traffic-Logging wurde kompromittiert, aber die verzögerte Kommunikation wirft Transparenzfragen auf. Unabhängige Audits vorhanden NordVPN wurde mehrfach von Deloitte und PwC Switzerland auf die No-Logging-Politik hin auditiert — Ergebnisse jeweils ohne Beanstandung.
NordVPN (operative Gesellschaft mit Sitz in Panama) → Nord Security (Konzernmutter, Litauen laut Eigenangabe) → VPN-Serverinfrastruktur (eigene Hardware und Colocation-Server) → Zahlungsdienstleister → Behörden auf Anfrage (primär panamaisches Recht, keine gesetzliche Vorratsdatenspeicherungspflicht dort)
Account-Daten (E-Mail erforderlich), Zahlungsinformationen, Zeitstempel der letzten Verbindung (laut NordVPN maximal 15 Minuten nach Trennung — nicht persistent). Kein Traffic-Logging, keine IP-Logging nach Verbindungsende (laut Audit-Berichten).
Die genannten Punkte solltest du im Blick behalten, auch wenn kein akuter Handlungsdruck besteht. Mullvad VPN (Schweden, kein Account, kein Logging, Open Source — 5 €/Monat). ProtonVPN (Schweiz, Open Source, kostenloser Plan).